Feldeinsamkeit

Ein Gedicht von Hermann Allmers (1821 – 1902) begegnete mir vor ungefähr 60 Jahren zum ersten mal.

Vor ein paar Wochen entdeckte ichs wieder, da begegnete mir nur der erste Teil davon, Jetzt fand ich auch die zweite Strophe wieder.

Als Kind  hat mich das damals fasziniert und ich konnte die erste Strophe schnell auswendig. Vielleicht weil ich diese Situation mit dem hohen grünen Gras oft genug erleben konnte, wenn ich den benachbarten Bauer aufs Feld begleiten durfte. Wennes dann mal keine Arbeiten gab, bei denen ich mit anpacken konnte, lag ich schon mal im Gras und schaute nach oben, genau wie es im Gedicht beschrieben ist.

Der Schluss allerdings war für mich weniger in Erinnerung geblieben, den habe ich erst jetzt wieder neu entdeckt.

Feldeinsamkeit
Ich ruhe still im hohen, grünen Gras
Und sende lange meinen Blick nach oben,
Von Grillen rings umschwirrt ohn’ Unterlaß,
Von Himmelsbläue wundersam umwoben.
Die schönen weißen Wolken ziehn dahin
Durch’s tiefe Blau, wie schöne stille Träume; –
Mir ist, als ob ich längst gestorben bin,
Und ziehe selig mit durch ew’ge Räume.
Hermann Allmers (1821 – 1902) 

 

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Arbeit, Gedicht, Natur, Wolken abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s