Ausdrücke, die bei mir nicht vorkommen

„… der Vergessenheit anheim fallen…“

Sprache sollte einfach sein.

Warum nicht einfach: „vergessen werden“ ?

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14 Antworten zu Ausdrücke, die bei mir nicht vorkommen

  1. simonsegur schreibt:

    Ha, sehr schön den Finger auf die Wunde gelegt 🙂 Warum nicht einfach …? Weil das Anheimfallen eine größere Dunkelheit umfasst als das Vergessenwerden? Weil altertümlicher Sprachklang manchmal doch sehr gut passt? Weil „vergessen werden“ aktiv klingt (man wird von „jemandem“ vergessen, das Anheimfallen aber wie eine passive, gnadenlose Macht wirkt?
    Sehr spannend – meinen herzlichen Dank!

  2. diespringerin schreibt:

    Weil Sprache auch Vielfalt des Denkens abbildet? Und es keine menschliche Logik gibt, die allen Menschen gleich verständlich ist? Weil es feine Nuancen gibt, die durch unterschiedliche Ausdrücke … zum Ausdruck gelangen (oder auch nicht). u.v.Gründe mehr (und auch wieder nicht) …. Einen herzlichen Gruß :o) ! Sprache hat’s in sich … immer schon gehabt und wird wohl immer so sein … letztlich: zählt was getan wird, passiert, wie re(agiert) wird … weil eine zu einfach Sprache einfache Geister hervorbringen kann, die keine Komplexität – wenn schon eh nie wirklich erfassbar, aber doch zumindest anerkannt als geheime und manchmal gemeine Größe – ahnen und somit manipulierbarer werden (können) … ? weil Menschen nun mal … so wunderbar und manchmal verdammt unterschiedlich sind … oh …. ? Crunch. Ad Vergessen: weil auch altertümliche Sprache nicht ganz vergessen werden sollte, weil … sie unsere moderne Sprache mitgeprägt hat ;o)…. Irgendwie finde ich da gar kein Ende …. …. :o) … weil … weil …. weil wir frei im Ausdruck sind oder sein sollten?????? …. Uferlos, die Entwicklung der Sprache, irgendwie … und wenn wir schon nicht mehr sind, werden sich unsere Urenkel über die antiquierte Sprache von heute aufregen und SchaumrednerInnen weiterhin viel reden und nix sagen (oder schreiben) und andere … eine feine & spitze Feder führen …. aber jetzt wirklich: einen schönen Gruß und Wochenanfang!

  3. mimesfotografie schreibt:

    Weil es bei mir auch nicht vorkommt.
    Was ich zur Zeit versuche zu verbannen, weil ich es einfach nicht mehr hören kann ist folgende Wendungen: „ein Stück weit … “ 🙂

  4. Ilanah schreibt:

    Das ist wohl den Dichtern und Denkern geschuldet….
    Geschrieben liest es sich gut, aber gesprochen wäre es mir auch zu aufgesetzt

  5. Silvia Springorum schreibt:

    Ich denke, wenn ich der Vergessenheit anheim falle, ist das aktiv. Wenn. Ich vergessen werde , passiv. Es gibt so viele wunderbare Ausdrücke, die leider vergessen wurden (!) eben durch die Passivität. Obacht, zum Behufe, weiland die anderen das vergessen . 😜
    Vielfalt ist das Gewürz des Lebens, ich zähle Vielfalt in der Sprache zum Zucker und zum Salz. Herzliche Grüße. Silvia

    • nurmalich schreibt:

      „ich falle der Vergessenheit anheim“ ist doch nur grammatikalisch aktiv, in Wirklichkeit eine andere Art von Passivität.
      Zucker und Salz mögen in der Sprache wie im Leben wichtig sein, aber für beides gilt auch die (vielleicht von vielen vergessene) Regel: Allzuviel ist ungesund!
      Herzlich
      Werner

      • Silvia Springorum schreibt:

        DIe Sprache vermag über die Grammatik eine eindeutige Ssbjekt- Obejektbeziehung auszurücken. Und wer das will und kann, sollte diese Unterschiede nutzen.
        Eine einfache „leichte Sprache“ hat aber ihre Berechtigung, sollte aber nicht als Maß aller Dinge
        Werner, dass Vielfalt in der Sprache ungesund sein soll nehme ich wohlwollend als Scherz an., denn jeder, der mehrere Sprachen spräche oder dessen Wortschatz mehr als 12000 Wörter betrüge, hätte laut deiner Einschätzung ein Gesundheitsrisiko …Vielfalt in Sprache als Risikofaktor…
        Du hast echt Hunor oder der Humor hat Werner.
        Herzlich: 😉
        Silvia

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