Weltsicht

Vier Augen…

Ach könnte ich die Welt mit deinen Augen sehen,
sie sähe sicher anders aus.
Doch wär’ sie reicher, schöner, bunter?
Mag sein – vielleicht auch nicht.
Ich würde sehen, was du siehst –
auch das, was nicht gefällt.
Doch würd’ ich besser dann versteh’n,
wie du das Leben siehst,
und wie du denkst.

Ach könntest du die Welt mit meinen Augen sehen,
sie sähe sicher anders aus.
Doch wär’ sie reicher, schöner, bunter?
Mag sein – vielleicht auch nicht.
Du würdest sehen, was ich sehe –
auch das, was nicht gefällt.
Doch würd’st du besser dann versteh’n,
wie ich das Leben sehe,
und wie ich denke.

Ach könnten wir die Welt zusammen sehen
mit deinem und mit meinem Blick.
Sie wär’ bestimmt um vieles größer,
ja, schön und bunt und reich.
Mag sein, dass manches schlecht aussähe.
Gerechter wär jedoch dann
unser Urteil, uns’re Sicht.
Mit off’nen Augen
sähen wir dann
manches klarer?

© w.b. April 2006

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5 Antworten zu Weltsicht

  1. Myriade schreibt:

    Ohne jeden Zweifel. Die Weisheit besteht darin, das zu erkennen

  2. Sylvia Kling schreibt:

    Ich LIEBE dieses Stilmittel der Wiederholung in den Versen 😀. Das ist richtig gut und spricht seine eigene Sprache – Klasse.
    Muss doch mal gesagt werden, Werner. 😀

    Sei herzlich gegrüßt

    Sylvia

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