Glück gehabt….

Glück gehabt….
Oder zur richtigen Zeit geboren

Geboren bin ich noch zur Zeit des 2. Weltkriegs. Aber schon bevor ich 2 Jahre alt wurde, was dieser Krieg vorbei. Ich habe dann als Kind die Nachkriegsjahre erlebt, die sogenannte „schlechte Zeit“, in der wir manche Entbehrungen ertragen mussten.

Aber es gehört auch zu meiner Kindheit und Jugend, dass alles immer besser wurde. Der Lebensstandard der deutschen Gesellschaft und auch der unserer Familie stieg. Wir waren zwar nicht reich, aber wir konnten mit dem zufrieden sein, was wir hatten.

Auch die Schulen wurden in den 50er-Jahren nach Anfangsproblemen mit Klassen von über 50 Schülern und Raumnot immer besser, und ich erhielt eine gute schulische Bildung, die ich Anfang der 60er-Jahre mit dem Abitur abschließen konnte.
Einen Studienplatz zu finden war damals – anders als heute – kein Problem. Ich hätte (fast) alles studieren können. Auch dann nach dem Studienabschluss gab es Arbeitsplätze genug und ich hatte die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten.

In den 70er-Jahren ging es gerade so weiter. Auch in dieser Zeit wurde vieles immer besser. Es gab regelmäßig jedes Jahr eine Lohnsteigerung, die man im Grunde schon einplanen konnte. Angst vor einem Arbeitsplatzverlust hatten nur wenige.

Das alles war sicher auch ein Grund dafür, dass sich unsere Familie gut entwickeln konnte. Wir konnten unseren Kindern gute Startchancen bieten, und sie haben ihren Weg gefunden

Und schließlich war bei meinem Eintritt in den Ruhestand auch die Situation der Rentenkasse noch in Ordnung.

Alles in allem kann ich durchaus zufrieden und dankbar zurückblicken.

Wie aber sieht die Situation für die nun nachwachsende Generation aus? Werden die Kinder, die heute geboren werden oder die jetzt in die Schule kommen, mit dem Leben zurecht kommen? Werden sie Arbeit und Verdienstmöglichkeiten haben? Wird ihr Leben gelingen?

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Dieser Beitrag wurde unter Alter, Arbeit, Beruf, Gemeinschaft, Leben, Menschen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Glück gehabt….

  1. Ruhrköpfe schreibt:

    wir brauchen jede Menge neue Ideen und andere Werte, Menschen, die quer denken und die eingefahrenen Wege verlassen…

  2. Ilanah schreibt:

    Dem kann ich mich nur anschließen. Auch ich hatte karge Jahre in der Nachkriegszeit, aber ich habe auch die „fetten Jahre“ der 70er mit erlebt.

    Und ich hatte die freie Wahl der Schule, der Ausbildung und auch der Jobs.
    Ganz anders sieht es heute aus.
    Und noch mal anders sieht es für die Flüchtlinge aus.

  3. was bleibt schreibt:

    Die Fragen stellen sich jedem und doch ist es notwendig, die Ruhe zu bewahren und keine Ängste zu verbreiten, die sich multipliziert verbreiten. Vieles tritt nicht ein oder ganz anders, als wir es gedacht haben.
    Ich war drei Jahre, als der Krieg vorbei war und dazu als Kind Flüchtling und als Jugendlicher, als ich ohne Eltern aus der DDR geflüchtet bin.

    Viel Glück hatte ich und eine vorwärtsschauende Einstellung zum Leben.

    Unsere Denkweise ist ja so wichtig. Durch sie werden unsere Handlungen vorgeformt.
    Ich denke mal, dass es die positiv eingestellten Menschen auch heute leichter haben werden.
    Aber die Welt ist momentan nicht zu vergleichen mit den Jahren nach dem Krieg und später dann.

    • nurmalich schreibt:

      Du hast ja so recht!
      und auch da gilt, was ich grade gelesenhabe:
      „Oft reichte es schon
      einen Schritt zurückgetreten zu sein
      und kurz durchgeatmet zu haben.
      Besinnen nennen wir das landläufig.“

  4. trixisonnenschein schreibt:

    So oft denke ich das insbesondere in Bezug auf Krieg/Frieden

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