Unvergessene

Angeregt durch den Beitrag von Sylvia Kling habe ich einenfrüheren Beitrag überarbeitet und stelle ihn hier noch einmal ein:

Auf dem jüdischen Friedhof

Jahrzehnte sind vergangen und  Jahrhunderte
seit sie hier lebten.
Die letzte starb und ward begraben
bevor ich noch geboren war
und lang bevor ich diese Stadt
zum ersten mal  betrat.
Nun steh ich zwischen Gräbern
von Menschen, die ich nie gekannt.

Einsame Gräber – selten nur besucht. –
Nur einige Nachkommen der Toten
leben noch – in weiter Ferne.
Verschleppt, ermordet wurden viele
und haben nirgendwo ein Grab.

An diesem Ort,
hier in der Stille
wird mir Vergangenes bewusst.

An diesem Ort,
hier in der Stille
sind mir die Toten
die ich niemals kannte nah.

© W.B. 2012/2016

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10 Antworten zu Unvergessene

  1. Ilanah schreibt:

    Danke für die berührenden Zeilen.

  2. Sylvia Kling schreibt:

    Ich danke Dir für diesen wunderbaren, berührenden Beitrag und verlinke ihn dann gleich. Auch „kulturnews“ erhält eine Mitteilung.

    Herzliche Grüße
    Sylvia

    • nurmalich schreibt:

      Freut mich, dass dir der Beitrag gefällt.
      Wer oder was ist denn „kulturnews“?

      • Sylvia Kling schreibt:

        Das ist eine Onlinezeitung des Journalisten Lotar Martin Kamm und Ehefrau Doris.
        Die Beiträge werden dort geteilt und auch gut gelesen. Des Weiteren wird der Link immer bei Facebook gepostet.

        • nurmalich schreibt:

          Da bin ich mal auf Zugriffszahlen und evtl. Reaktionen gespannt (obwohl ich normalerweise nicht dauernd auf solche Zahlen fixiert bin).

          • Sylvia Kling schreibt:

            Ich schaue danach auch nicht so. Früher sah ich mir regelmäßig die Statikstik an, jetzt habe ich dafür keine Zeit und keinen Nerv mehr. 🙂

          • nurmalich schreibt:

            Zahlen sid wohl für alle inder Anfangsphase wichtig, aber dann lässt das Interesse daran doch nach.

          • Sylvia Kling schreibt:

            Also – hier noch einmal die präzisere Info zu „kulturnews“ – direkt von der Beitreiberin:
            „Der Grundgedanke war ein ‚Verbreitungsmedium‘ von Kultur. Ähnlich einem Nachrichtenticker. Da viele Kulturschaffende auch im Netz ein stilles (nichtbeachtendes) Dasein fristen, soll durch kulturnews ein breiteres Publikum für deren Schaffen ermöglicht werden.“

      • Sylvia Kling schreibt:

        Hier mal der Link:
        https://kulturnews.net/

  3. minibares schreibt:

    Jüdische Friedhöfe haben eine besondere Stimmung.
    Das habe ich auch immer empfunden.

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