Ich wollte es nicht glauben…

Ich wollte es nicht glauben, als ein Bekannter behauptete „Hängematte“ sei eigentlich gar kein deutsches Wort.

Aber ein Blick in den entsprechenden Wikipedia-Artikel bestätigt das:

Die Entwicklung des Wortes Hängematte ist ein typisches Beispiel für eine Volksetymologie oder auch Pseudoetymologie. Der Ursprung ist die Bezeichnung der Taínos auf Haiti für ihre Schlafnetze, die hamáka genannt werden.

Kolumbus lernte auf seinen Amerikareisen die Hängematte kennen. Am 17. Oktober 1492 notiert er in seinem Bordbuch: „Betten und Decken, auf denen jene Leute schliefen, sind eine Art Wollnetze“,[1] am 3. November 1492 ist dann ausdrücklich von „hamacas“ die Rede.[2]

In der deutschen Sprache erscheint das Wort erstmals 1529 als Hamaco oder Hamach. Das den Deutschen allzu fremd klingende Wort wurde durch phono-semantische Angleichung zu Hängematte umgewandelt, ein Wort, das in Aussprache dem Stammwort Hamach ähnelt und außerdem noch eine treffende Beschreibung für die Sache (hängende Schlafmatte) liefert. Die englische Bezeichnung hammock oder französisch hamac verdeutlichen die Wortherkunft.

(https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4ngematte)

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4 Antworten zu Ich wollte es nicht glauben…

  1. Ilanah schreibt:

    Naja, ich finde schon, dass es ein deutsches Wort ist.
    Es wurde ein deutsches Wort gefunden, das ähnlich klingt wie Hamach, wobei ich eigentlich nicht finde, dass es sich ähnlich anhört.

  2. Ulrike schreibt:

    Ich finde es einleuchtend. Interessant, wie so eine Entwicklung verläuft! Danke für diese Information!

  3. hellaverde schreibt:

    In ein paar Jahren werden wir eine Menge neue Wörter haben. Die Flüchtlinge werden sie mitbringen.

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