Heute war mal wieder so ein Tag….

Ein Tag, voller gegensätzlicher Erfahrungen. Zum einen wirklich schöne Begegnungen, und dann aber auch das genaue Gegenteil.

Zuerst erlebe ich im Altenheim einen Menschen, der trotz monatelanger Probleme mit seinem Fuß, dessen Wunden nicht heilen wollen, einen frohen Eindruck machte. Seine Geschichte war – so wie er sie erzählte – gut anzuhören und zu ertragen. Denn er schien mir mit seinem Schicksal versöhnt.

Dann treffe ich auf dem Heimweg auf eine Frau, die mir ihre, beziehungsweise die Geschichte ihres krebskranken Mannes erzählt – hoffnungslos. Ich höre ihr zu und möchte ihr gerne Trostworte mitgeben. Ob mir das gelungen ist – keine Ahnung.

Ich hoffe, es hat ihr geholfen, dass ich ihr zugehört habe und sie einfach mal jemand erzählen konnte, wie es um ihren Mann und um sie steht.
(Es gibt ja Leute, die behaupten, das sei eine meiner Stärken, dass ich gut zuhören kann. – Aber oft habe ich das Gefühl, dass zuhören alleine nicht reicht.)

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6 Antworten zu Heute war mal wieder so ein Tag….

  1. vivilacht schreibt:

    zuhoeren ist eine gute Gabe, die hat heutzutage nicht mehr jeder

  2. piri ulbrich schreibt:

    Zuhören ist schon mal gut, das ist wichtig. So merkt man, dass man nicht alleine ist. Wenn es deine Zeit erlaubt, besuch sie doch mal und höre ihr immer wieder einmal zu!?

  3. minibares schreibt:

    Lieber Werner, ich glaube dir, dass du zuhören kannst.
    Eine gute Gabe. Sie hilft garantiert vielen, die in Sorgen sind.
    Wie Piri schreibt, kannst du sie besuchen, ihr und ihrem Mann Mut machen, oder einfach wieder nur zuhören?

  4. gedankenmusik schreibt:

    Guten Morgen wünsche ich dir,
    das Zuhören ist heutzutage eine Gabe, die nicht jeder besitzt. Menschen, die Sorgen und Nöte haben und die Ohren eines anderen mehr als andere benötigen, werden noch verzweifelter, wenn sie merken, dass man ihnen kein Gehör schenkt. Dass man, wenn sie über ihren Kummer erzählen, an ihnen „vorbeihört“ und nur nicht weggeht, weil man ja höflich sein möchte. Das ist schlimmer als alles andere.

    Heutzutage sind die Psychotherapeuten mit ihren Praxen meist total überlaufen und man wartet monatelang auf einen Termin dort. Die Therapeuten machen auch oft nicht viel anderes, als nur zuhören und hier und da bestimmte Fragen stellen. Letztendlich helfen sie einem dabei, sich selbst zu helfen. Sich darüber klar werden, was einem fehlt. Ändern kann es nur jeder für sich alleine. Insofern ist das Zuhören können schon eine sehr große Hilfe und jeder ist bewundernswert, der eine solche Gabe sein eigen nennt.

    Einen wunderbaren Start in den heutigen Tag wünsche ich dir. Beginne und erlebe ihn mit offenen Augen und auch Ohren.
    Liebe Grüße
    Heike

  5. wolkenbeobachterin schreibt:

    Ich kann mich den anderen nur anschließen: Es ist toll, wenn jemand zuhören kann. Manchmal weiß man einfach nichts zu sagen, aus welchem Grund auch immer. Gerade bei Themen wie Krankheit, Tod oder Krebs fällt das nicht leicht. Ich denke, das wissen die „Betroffenen“ aus eigener Erfahrung und nehmen das nicht übel. Jemandem zu signalisieren: Ich habe dich gesehen (in Deiner Not), das ist schon eine schöne und wertvolle Geste.

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