leider wahr

Gespräch in einer Buchhandlung, in der Jugendliche wegen einer Anzeige in ihrer Schülerzeitschrift vorsprachen

Schüler: „Wir wollen fragen, ob Sie eine Anzeige in unserer Schülerzeitschrift aufgeben wollen.“

Buchhändlerin: „Wo kauft Ihr denn Eure Bücher?“

Sch: „Bei Amazon.“

B: „und warum fragt Ihr nicht bei Amazon wegen einer Anzeige?“

Sch: „Die geben doch keine Anzeigen auf.“

B: „Ihr glaubt doch wohl nicht, dass ich dann Euch eine Anzeige bezahle…“

Und als die Schüler rausgehen hört sie noch, wie einer zu den anderen sagt: „Dumme Kuh.“

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9 Antworten zu leider wahr

  1. mannedante schreibt:

    Schade, dass die Buchhandlung nicht mehr Zeit hatte! Sie hätte sich den Schüler erklären können! Vielleicht hätten diese es dann verstanden! So bekommt leider keiner, was er sich wünscht!

  2. buchpost schreibt:

    Manche Schüler sind es leider gewohnt, immer in Watte gepackt zu werden, und hätten sicherlich eher eine Reaktion erwartet wie: „Oh, ihr macht eine Schülerzeitung, das ist ja toll, natürlich unterstütze ich so was etc.“. und jetzt treffen sie auf einen Erwachsenen, der ihnen in Klartext sagt, was Sache ist, das finden die dann natürlich „doof“.
    Ich wäre mir auch gar nicht so sicher, dass die Schüler nicht kapiert haben, was die Buchhändlerin ihnen mitteilen wollte. Das aber zuzugeben, wäre „uncool“. ich finde die Reaktion der Buchhändlerin okay, so hat sie vielleicht gerade mal zum Denken angeregt.

  3. minibares schreibt:

    So geht es leider überall.
    Als ich eine Anzeige für den Chor in meiner früheren Gemeinde von einer Frisörin haben wollte, meinte sie, und wer vom Chor kommt zu mir um die Haare machen zu lassen?
    Ich wußte keinen, also konnte ich diese Zuwendung streichen.

  4. Pingback: Sonntagsleserin KW #14 – 2014 | buchpost

  5. ach, das ist traurig. Ich glaube ja inzwischen, dass die wenigsten noch diese Zusammenhänge verstehen (wollen). Meinen Studenten (bin Bibliothekar an einer Fachhochschule) ist das auch nicht klar zu machen – inzwischen, wo die Profs immer jünger werden nicht mal mehr den Profs. Da kannste reden und reden…
    Liebe Grüße, Kai

  6. Charlotte schreibt:

    Trauriges Beispiel zur Gedankenlosigkeit eines beträchtlichen Teils unserer Gesellschaft (man findet diese ja leider nicht nur bei jungen Leuten).
    Liebe Grüsse
    Charlotte

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