Mit dem Bus auf dem Friedhof

Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich das erlebte, was ich nun erzählen will. Wir besuchten den Friedhof, auf dem ein Onkel meiner Frau begraben ist. Und weil wir nicht so sehr viel Zeit hatten, mir aber der Friedhof sehr gut gefiel, ging ich  am nächsten Morgen nochmal recht früh auf diesen Friedhof, um einiges zu fotografieren.

Ich muss dazu sagen es ist ein sehr großer Friedhof. Wie ich später erfuhr, der größte Parkfriedhof der Welt. Einige werden nun schon wissen welcher das ist: der Friedhof Hamburg-Ohlsdorf mit 391 Hektar.

Das Gelände ist durch ein für den Kfz-Verkehr zugelassenes Straßennetz von insgesamt 17 Kilometern erschlossen, die weiteren Erschließungswege haben eine Gesamtlänge von 80 Kilometern. Der Durchgangsverkehr über den Friedhof ist nicht erwünscht. Jedoch verkehren die Buslinien 170 und 270 des Hamburger Verkehrsverbunds innerhalb des Friedhofs und haben zusammen mehr als 20 Haltestellen.

Ich wollte also fotografieren und das gelang auch ganz gut, denn zu so früher Stunde waren ja auch kaum Leute dort. Nach meinen Aufnahmen die mich ziemlich weit auf das Gelände geführt hatten, wollte ich mit einem der Busse zurückfahren und stellte mich an eine der Haltestellen.

Ich stieg in den nächsten Bus ein. Zunächst war ich auch der einzige Fahrgast. Kaum war der Busfahrer losgefahren, fragte er mich, ob ich schon öfter auf diesem Friedhof gewesen sei und ob ich mich da schon ein wenig auskennen würde. Ich dachte, er sei halt sehr interessiert an seinen Fahrgästen und dachte er wolle mir nun noch einiges über den Friedhof erzählen. Aber als ich erwiderte, dass ich nur am Vortag mal kurz da war, ließ sein Interesse stark nach. Er war enttäuscht, dass ich ihm also auch nicht sagen konnte, welche Strecke er fahren sollte. Er sei zum ersten mal auf dieser Linie und niemand hätte ihm das vorher richtig erklärt.

Zum Glück stieg zwei Haltestellen weiter eine ältere Frau ein, die er dann um Rat fragenkonnte. So kamen wir dann tatsächlich am richtigen Ausgang an.

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2 Antworten zu Mit dem Bus auf dem Friedhof

  1. Anneliese schreibt:

    Damals gab es wohl noch keine Navi in den Bussen. Da suchte er einen Fahrgast der ihn die Strecke erklären konnte. 🙂

  2. piri ulbrich schreibt:

    Der arme Busfahrer, verfahren zwischen Gräbern!

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