fast eine never ending story

Ja, ich dachte schon diese Bahngeschichte, die im Mai begonnen hatte, wäre endlos. Am 24. Mai brachen wir auf, unsere Tochter und ihre Familie zu besuchen. Sie leben in England in der Nähe von Leeds.
Diesmal klappte die Bahnfahrt bis London so gut wie noch selten. Wenn es bisher mal Probleme gegeben hatte, dann meistens mit der Deutschen Bahn, mal war der ICE nach Brüssel verspätet, mal fiel er ganz aus. Doch diesmal  kamen wir sehr pünktlich in London an.

Die englische Bahn allerdings hatte auf der Strecke von London nach Leeds einen Gleisbruch. Das hatte zur Folge, dass ein Abschnitt nur einspurig zu befahren war. Also immer im Wechsel ein Zug von Süden, einer von Norden. In Leeds war die Verspätung dann so groß, dass es für die Weiterfahrt keinen Anschluss mehr gab. Die britische Bahn besorgte für alle Fahrgäste die weiter wollten Taxis und wir kamen dann gegen  1.30 Uhr mit dreistündiger Verspätung an. In Leeds bekamen wir auch direkt Formulare um eine Erstattung zu beantragen und die Information, dass wir dann Fahrtscheingutscheine beantragen könnten.

Die Regelung bei der britischen Bahn sieht vor, dass bei Verspätungen über 2 Stunden der Fahrpreis in voller Höhe erstattet wird – und wenn man eine Rückfahrkarte hat, sogar der volle Preis für Hin- und Rückfahrt, selbst wenn die Rückfahrt pünktlich ist (und das war sie in unserm Fall).

Nach unserer Rückkehr nach Hause schickten wir das Formular ab und bekamen dann am 13. Und 14, Juni gleich drei (!) gleichlautende Briefe vom 11. Juni Darin wurde uns mitgeteilt, dass unser Anspruch auf Entschädigung anerkannt sei und wir einen Scheck über den Betrag erhalten  würden. Der Versand könne allerdings bis zu 28 Tage dauern. Bei einem der drei Briefe war dann sogar noch ein Gutschein über 20 Pfund dabei.

So weit so gut. Aber die Zeit verging und nichts passierte.

Ende Juli schickte ich dann eine email und fragte an warum der Scheck noch nicht da sei. Aber nichts passierte – keine Antwort.

Ein weiterer Brief von Mitte August hatte dann den Erfolg, dass eine Entschuldigung kam mit der Ankündigung, dass der Scheck sehr bald eintreffen würde. Und tatsächlich erhielten wir einige Tage später nicht einen Brief mit Scheck sondern direkt zwei über jeweils 190 Pfund.  Dass wir nur einen einlösten versteht sich von selbst.

Und dann lernten wir noch einiges über die Scheckregelungen der Banken. Zunächst wurde meiner Frau als sie den Scheck zur Bank brachte direkt mitgeteilt, dass da schon mal bei unserer Bank 20 € Gebühren anfallen und möglicherweise bei der englischen Bank noch einmal Gebühren in unbekannter Höhe. Tage später ein Brief unserer Bank, ich müsse denScheck noch auf der Rückseite unterschrieben. Die Unterschrift meiner Frau genügte nicht, obwohl sie Bankvollmacht für unser Konto hat. Aber da ich als Kontoinhaber eingetragen bin, reicht das  offenbar bei Auslandsschecks nicht. Inzwischen ist der Scheck – vier Monate nach unserer Reise -gutgeschrieben und wir können unseren nächsten Besuch in England planen.

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